4.4 Rollen und Aufgaben

Das Management in einem Unternehmen ist üblicherweise ab einer bestimmten Größe in unteres, mittleres und oberes Management aufgeteilt. Die Teamleiter gehören zum unteren Management, Abteilungsleiter zum mittleren und die Geschäftsführung zum oberen Management. Während die Teamleiter noch zum größten Teil am Tagesgeschäft teilhaben, also beispielsweise noch selber programmieren und Supportaufgaben übernehmen, übernimmt der Abteilungsleiter kaum noch Aufgaben des Tagesgeschäft. Er ist zwar noch involviert, aber umso größer die Abteilung, desto weniger arbeitet er selber mit. Er plant kurz- bis mittelfristig und gibt seine Ziele an die Teams in Teamleitermeetings weiter. Er ist allerdings auch für soziale Probleme zuständig und muss deshalb deutlich andere Fähigkeiten haben als der Teamleiter. Er kümmert sich um ein gutes Arbeitsklima, ist Ansprechpartner für jede Art von persönlichen Problemen und sollte diese auch selber erkennen (z.B. Überlastung, etc). Auch wenn der Abteilungsleiter keine Aufgaben im Tagesgeschäft zu erledigen hat, muss er sich noch relativ genau auskennen, was seine Mitarbeiter tun; er muss es aber nicht selber können.

Das obere Management hat mit den sozialen Kontakten fast gar nichts mehr zu tun und je größer die Organisation ist, desto weiter entfernt sich die Geschäftsführung von den Mitarbeiter. Diese arbeitet fast nur noch strategisch im mittel bis langfristigen Bereich und gibt die Ziele an die Abteilungsleiter weiter.

Oftmals werden langjährige Mitarbeiter (z.B. nach 15 Jahren im Vertrieb) als Abteilungsleiter eingesetzt, obwohl sie gar keine Manager-Fähigkeiten haben. Sie haben zwar sehr viel Ahnung von den Tätigkeiten eines Vertriebsmitarbeiters, aber ohne Management-Kenntnisse wird der Mitarbeiter diese Aufgabe nicht gut erledigen können.